Drei Tage voller Maschinen, Technologien und echter Praxiserlebnisse:
Rund 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen vom 1. bis 3. Oktober zu den Coreum Praxistagen 2026 nach Stockstadt am Rhein. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur das Anschauen, sondern vor allem das Ausprobieren.
Auf über 80.000 Quadratmetern Freigelände und in unserem Indoor „Sandkasten“ präsentierten rund 70 Aussteller Maschinen, Anbaugeräte und Technologien für Bau, Garten- und Landschaftsbau, Umschlag sowie Abbruch und Recycling. Der besondere Ansatz der Praxistage: Die Besucher konnten die Lösungen nicht nur ansehen, sondern selbst testen und direkt mit den Experten ins Gespräch kommen.
Technik selbst erleben statt nur anschauen
Wie groß der Stellenwert des praktischen Erlebens ist, zeigt auch unsere Besucherbefragung:
Zwei Drittel der Teilnehmer kamen mit dem Ziel, Maschinen selbst zu testen.
Und rund 86 Prozent nahmen konkrete Impulse für ihre eigenen Projekte mit.
Genau darin liegt die Idee der Praxistage. Maschinen und Technologien lassen sich unter realen Bedingungen ausprobieren, vergleichen und direkt bewerten. Gleichzeitig bietet der persönliche Austausch die Möglichkeit, individuelle Anforderungen und konkrete Herausforderungen aus dem Arbeitsalltag direkt an der Maschine zu besprechen.
Julian Pieper, Geschäftsführer von H. Ehlert & Söhne GmbH & Co. KG, bringt diesen Ansatz auf den Punkt:
"Neue Maschinen kann man zwar auf Fachmessen sehen, wirklich verstehen aber erst, wenn man selbst im Fahrersitz sitzt." Sein Team aus Geschäftsführung, Werkstatt und Maschinisten nutzte die Praxistage entsprechend, um Maschinen unter realen Bedingungen zu testen und zu vergleichen.
Vier Praxiswelten zeigen komplette Arbeitsprozesse
Im Fokus der Coreum Praxistage standen bewusst nicht nur einzelne Produkte, sondern deren Zusammenspiel innerhalb realer Arbeitsprozesse. Dafür wurden die Lösungen in vier branchenbezogenen Praxiswelten erlebbar gemacht: Bau, Abbruch & Recycling, Garten- und Landschaftsbau sowie Umschlag.
In der Praxiswelt Bau standen unter anderem Netz- und Infrastrukturbau sowie digitale Assistenzsysteme im Mittelpunkt. Zu den Highlights gehörten eine Gleisbaustelle und eine von Tibatek nachgebildete Erdkabelbaustelle.
Die Praxiswelt Abbruch & Recycling zeigte dagegen, wie verschiedene Lösungen innerhalb der Kreislaufwirtschaft ineinandergreifen können: von der Entkernung über die Aufbereitung mineralischer Rohstoffe mit mobiler Brechtechnik von SBM Mineral Processing bis hin zum High-Reach-Abbruch in 30 Metern Höhe.
Auch in den Praxiswelten Garten- und Landschaftsbau und Umschlag wurde sichtbar, wie sich Lösungen unterschiedlicher Hersteller entlang einer Prozesskette ergänzen können. Aussteller verwiesen dabei auch auf Angebote anderer Unternehmen und zeigten so Zusammenhänge über einzelne Produkte und Standgrenzen hinaus.
Austausch direkt an der Maschine
Auch für die Aussteller boten die Coreum Praxistage die Möglichkeit, mit Anwendern unmittelbar über konkrete Anforderungen zu sprechen und Lösungen direkt im Einsatz zu zeigen.
Mike Geiger, Vertriebsleiter Ladekran bei unserem Partner Palfinger, vergleicht das Prinzip mit einer Probefahrt beim Autokauf: Entscheidend sei, dass Kunden die Maschinen selbst ausprobieren und erleben können.
Für Matthias Pfitzenmeier, Geschäftsführer bei Husqvarna Deutschland, waren es die ersten Praxistage.
Sein Fazit: "Das Format erreiche genau das Fachpublikum, das Produkte bereits von Messen kennt und nun gezielt ins Coreum kommt, um diese selbst auszuprobieren."
Starkes Fazit und Blick auf 2027
Die Rückmeldungen der diesjährigen Besucher bestätigen das Konzept der Coreum Praxistage:
96 Prozent bewerteten die Beratungsqualität der Aussteller mit Bestnoten, die Weiterempfehlungsrate lag bei 97 Prozent. Zudem gaben 90 Prozent an, auch im kommenden Jahr wieder dabei sein zu wollen.
Für Olivia Hogenmüller, Projektleiterin der Praxistage, macht gerade das Zusammenspiel der unterschiedlichen Lösungen den Charakter der Veranstaltung aus. Statt isolierter Produkte entstehen reale Prozesslandschaften, in denen Besucher Technologien testen und deren Zusammenspiel entlang der Wertschöpfungskette erleben können.